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Thema: Trinken

  1. #1

    Trinken

    Guten Morgen liebe Schaubkost-Geniesser

    Seit ich mit der Schaubkost vor ca. 1-1/2 Jahren startete, trinke ich Leitungswasser. Doch leider ist dem ja auch Vorsicht geboten und genau deshalb habe ich mich entschieden einen Wasserfilter zu kaufen. Vielleicht hat sich jemand von Euch dieselben Gedanken gemacht und sich bereits ein solches Teil angeschafft? Ich bin sehr dankbar um Infos und Tipps. Vielen herzlichen Dank bereits im voraus. Mached's guat. Yvonne

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Ort
    Bodensee
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    334
    Liebe Yvonne

    Hast du denn Probleme mit dem Leitungswasser? Merkst du einen Unterschied, ob du gefiltertes Wasser oder pures Leitungswasser trinkst?

    Ich war ja gerade in den USA, dort wird das Leitungswasser mit Chlor versetzt und ist richtig eklig - das würde ich auch nicht immer trinken wollen Aber unser Wasser schmeckt gut... (Wir haben allerdings sehr hartes Wasser und deshalb eine Entkalkungsanlage angeschlossen, was man aber geschmacklich nicht merkt.)

    Ich trinke Leitungswasser, stilles Wasser, aber auch zwischendurch kohlesäurehaltiges Wasser, weil ich es mag. Beschwerden habe ich dadurch aber keine.

    Sorry, von mir keine Filtertipps, nur "meinen Senf dazu"

  3. #3
    Guten Morgen Yvonne

    Besuche doch mal die Seite von DrClark.com, dort gibt es unter Geräte einen Water Maker mini mit Umkehr-Osmose. Ich habe diesen seit über einem Jahr in Gebrauch und das gefilterte Wasser schmeckt mir
    sehr. Das Gerät ist einfach zu montieren und seinen Preis wert. Innerhalb drei bis vier Stunden fülle ich ein 5-Liter Gefäss und diese Menge genügt mir dann für 1 bis 3 Tage.

    Liebe Grüsse
    kuzima

  4. #4
    Zwar ausserhalb der Antwort-Frist, aber bestimmt trotzdem ganz interessant...

    Auf Grundlage ausgedehnter Recherchen, diverser Warentests und auch hunderter Studien zu dem Thema, habe ich mir vor einem Monat endlich auch selbst eine Wasserfilteranlage gekauft und möchte euch mal kurz und knapp alles wichtige zum Thema Trinkwasser und -aufbereitung zutragen - und vielleicht den einen oder anderen etwas zum Nachdenken anregen.

    "Hypothese: Sauberes Trinkwasser ist lebensnotwendig" - Nur haben die letzten zehn Jahre in der Wissenschaft gezeigt, dass es wirklich fast nirgendwo noch welches davon gibt.

    Grundlegend ist zu sagen, dass das Wasser, welches wir heute zu uns nehmen, unbedingt gefiltert werden sollte:

    Behörden sowie unabhängige Forschungsinstitute und NGOs wie u.a. Greenpeace, Foodwatch, u.v.m., messen schon seit vielen Jahren beängstigende Mengen Antibiotika und hunderte Pestizide im Grundwasser landwirtschaftlicher Gebiete (allein Greenpeace hat mal auf einem einzigen dt. Feld 30 verschiedene Pestizide entdeckt), Hormone und andere Medikamente im Leitungswasser oder gar Höchstmengen Uran und Schwermetalle in vielen Mineralwässern. Dazu sei zu sagen, dass es in der EU z.B. keinen Grenzwert für diese Schwermetalle in Mineralwässern gibt, ausser "Mineralwasser für Babynahrung", und der Wert von Uran in einigen Mineralwässern den Grenzwert von diesem um ein hundertfaches überstiegen hat. Desweiteren hat man vor einiger Zeit schon, in einer Studie mit mehreren tausenden Berlinern, bei über 85% der Testpersonen erhöhte Hormonwerte (deren Ursprung in der Anti-Baby-Pille vermutet wurde) im Blut festgestellt.
    Ein langwieriges Projekt eines Biologen hat nun auch dargelegt, dass in jeglichen Süsswasservorkommen der Erde (ausser sehr hochgelegenen Gletschern wie z.B. im Himalaya-Gebirge) Kunststoff-Partikel zu finden sind.
    ... und dies sind jetzt nur ein paar ganz wenige Beispiele.

    Allein die Chemikalien, die wir jeden Tag durch unsere Kosmetik zurück in unseren eigenen Wasserkreislauf spülen...

    - jede moderne Zahnpasta besteht zu 1/3 aus Mikroplastik in Form von Schleifkörpern, also 20 - 30 g!
    - Mineralöl, welches sich in fast jedem Kosmetikprodukt und sehr vielen Medikamenten befindet...
    - selbst natürliche ätherische Öle wie z.B. Zitrone, Minze, etc. in Bio-Produkten, die in konzentrierter Form toxisch wirken, können im Klärwerk nicht herausgefiltert werden und gelangen so wieder in unser Grundwasser zurück.

    Es muss jedem klar sein, dass Wasseraufbereitungswerke nur bestimmte Verunreinigungen aus dem Abwasser filtern. Hormone, Medikamente und tausende andere Gefahrstoffe gehören leider nicht dazu. Zudem entstehen durch die Unmengen an verschiedenen Gefahrstoffen, durch Reaktion im Abwasser auch neue chemische Verbindungen, auf die gar niemand vorbereitet ist.

    Unter diesen Aspekten ist die Frage eigentlich gar nicht mehr, ob, sondern nur noch, wie man filtern möchte/sollte. Und da kommt es auf die eigenen Vorlieben, den Platzbedarf und die finanziellen Verhältnisse an.

    Es gibt am Markt die unterschiedlichsten Filtersysteme und ich möchte hier mal auf die verbreitetsten eingehen.

    1) Tisch-Wasserfilter (wie z.B. "Brita" etc.): Funktion basierend auf einem einzigen Aktivkohlefilter

    Geräte: 40 - 130,- CHF
    Filterkosten pro Jahr: etwa 80 - 120,- CHF

    Diese Filter sollte man privat generell nicht benutzen.
    In vielen unabhängigen Tests von Verbraucherinstituten wurde mittlerweile nachgewiesen, dass durch Diese Schadstoffe in bedenklichen Mengen in das Wasser übergehen können. Desweiteren steht der verwendete Aktivkohlefilter in diesen Geräten bauartbedingt fortlaufend im Wasser, weshalb das Wasser (selbst im Kühlschrank) schon nach sehr kurzer Zeit verkeimt und unbrauchbar wird.

    2) Umkehrosmose-Filteranlage: Das "Schmutzwasser" wird durch eine spezielle Membran gedrückt, welche bis zu 97% aller Schadstoffe zurückhalten soll. Diese Technologie wurde für die Raumfahrt entwickelt, um das vorhandene Schmutzwasser immer wiederverwenden zu können.

    gute Geräte ab 150,- CHF bis 6000,- CHF
    Filterkosten pro Jahr: ab 50,- CHF

    Diese Geräte gibt es in allen möglichen Ausführungen. Es kommt allein auf den persönlichen Geschmack an. Man könnte sie sich sogar schnell selbst zusammenbauen, da alle Geräte im Kern nur aus einer Membran, mind. zwei weiteren Filtern (Aktivkohle + Vorfilter) und den Schläuchen zur jeweiligen Verbindung bestehen. Es gibt Geräte, die...

    - nur aus der Filtereinheit (wie vorher beschrieben) bestehen. Diese sind sogar in der Handtasche tragbar, also mobil.
    - einen Tank haben. Das Wasser fliesst dann (ohne Strom) sehr langsam in diesen Tank, aus dem man es später abfüllen kann. Diese Geräte bilden den Standard, da sie auch keine Energiekosten generieren.
    - eine eigene Pumpe integriert haben (Direkt-Flow), sodass das Wasser direkt gefiltert hindurchläuft. Man hat so immer frisches Wasser und nicht "gelagert" in einem Tank.
    - 7 Filterstufen und mehr haben. Bemerkung: Man kann generell jede Umkehrosmose-Anlage mit weiteren Filtern nachrüsten, da sie nur aus in einer Reihe installierten Filtern bestehen.
    - Spülvorrichtungen (auch automatisiert) integriert haben. Dies ist ein MUSS, da man sich den Filter sonst auch sparen kann: Wenn die Filtermembran nicht benutzt wird, werden die Poren (wie z.B. in einem Schwamm, den man zusammendrückt und loslässt) wieder grösser und es kommen dann mehr Fremdstoffe hindurch. Wenn man die Membran also nicht vor jeder Anwendung durchspült, kommt aus der Anlage nur gesammeltes kontaminiertes Dreckwasser, was viele Benutzer von einfachen Anlagen scheinbar nicht wissen.

    Wieviel Wasserdurchfluss die Anlagen haben, hängt allein von der Grösse der Membran ab. Diese wird in GPD angegeben (Gallones pro Minute). Meine Anlage mit 600 GPD schafft 1 L pro Minute und ist direkt an einem 3-Wege-Wasserhahn an der Spüle angeschlossen. Je grösser die Membran, desto teurer ist diese aber auch und alle zwei Jahre soll man sie wechseln. Zum Vergleich: eine 50 GPD-Membran kostet etwa 40,- CHF, eine mit 800 GPD knapp 200,- CHF.
    Ich selbst finde die Anlagen super. Es gibt nur einen grossen Nachteil - sämtliche Bauteile der Geräte bestehen aus Kunststoff, dessen muss man sich bewusst sein. Die Qualität der einzelnen Komponenten ist also von entscheidender Rolle.

    Aufpassen sollte man allerdings auch auf teure Markengeräte, die spezielle Filter haben, die man nur bei dieser einen Firma bekommt. Generell funktionieren die meisten Geräte am Markt aber mit einheitlichen Filtergrössen.

    Wer sich für die Technik dieser Anlagen interessiert, kann sich auch mal unter dem Link eine Video-Aufbauanleitung eines solchen minimalistischen Umkehrosmose-Gerätes anschauen - ganz interessant:

    https://www.lebendiges-trinkwasser.de/aquarius-minimus/

    3) Dampf-Destillationsgerät (ab 4 L Inhalt): Das eingefüllte Wasser wird verdampft und wieder aufgefangen. Da Wasserdampf leichter ist, als alle anderen Moleküle, ist das Ergebnis 100% reinstes Wasser - wie in der Natur durch den Regen!

    gute Geräte: ab 250,- CHF
    Kosten bei ca. 500W und einer Laufzeit von etwa vier Stunden: 2 KWh; bei 30 Rp/KWh wären dies pro Füllung etwa 60 Rp; pro Jahr bei 365 Anwendungen also um die 200,- CHF

    Destillationsgeräte stellen die beste Filtertechnik überhaupt dar. Sie sind aber sehr kostenintensiv und man muss nach jeder Anwendung stets die Rückstände am Boden des Tanks reinigen.


    Viele Grüsse

    scientist
    Geändert von scientist (10.12.2018 um 00:18 Uhr)

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